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1. Herren |
Saison 2010/11 |
Landesliga |
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hintere Reihe von links: Matthias Neges, Andre Kluge, Janus Magdziarz, Karsten Schug, Jan Danisch, Mats Ikemann, Michael Runnebaum vordere Reihe von links: Michael Nedballa, Volker Schwartz, Henry Engel, Stefan Telsemeyer, Sven Pietsch, Andreas Rupprecht, Claudia Levenig es fehlen: Christoph Heller, Oliver Kohn
Landesliga: 18. Spieltag - 10.04.2011 - Herren I
TV Dortmund-Hörde III - SG FdG Herne 3 - 2 ( 27:29 25:16 25:18 22:25 15:12 )
Emotionsloses Saisonfinale endet mit einer Niederlage
Mit einer Niederlage und auf Platz 7 beenden die Herren der FdG Herne ihre Landesliga-Saison. Im der bedeutungslos gewordenen und dadurch eher unterdurchschnittlichen Partie verloren die Herner mit 2:3 gegen die Drittvertretung aus Hörde.
Trainerin Claudia Levenig musste improvisieren, da mit Jan Danisch nur ein etatmäßiger Mittelblocker zur Verfügung stand. Diagonal Mats Ikemann und Außen Sven Pietsch wechselten sich auf der Mittelposition ab. Volker Schwartz übernahm die Diagonalposition und Andreas Rupprecht spielte außen durch. Zudem blieb Libero Matthias Neges zunächst aufgrund einer Magenverstimmung auf der Bank.
Die Luft war von Beginn an auf beiden Seiten draußen. Hörde trat gar nur zu sechst und ebenfalls ersatzgeschwächt an. Anfänglich ließ sich das Spiel der FdG’ler noch munter ansehen, Herne führte 6:1, um dann aber genauso stark nachzulassen. Der Durchgang plätscherte vor sich hin und konnte erst in der Verlängerung mit 29:27 entschieden werden. Volker Schwartz überraschte mit einem unerwartet gelegten Ball, als Zuspieler Henry Engel durch eine Abwehraktion aus dem Zuspiel genommen war. Dann war es allerdings vorbei mit der Herrlichkeit. Die Sätze 2 und 3 gingen emotionslos an den Gegner.
Neges kam zwischenzeitlich zum Einsatz, und Stefan Telsemeyer ersetzte Engel, der für den BIG 25-Lauf geschont wurde, im Zuspiel. Im vierten Satz erspielten sich beide Mannschaften abwechselnd Vorteile. Letztlich waren Michael Nedballa mit einer Aufschlagserie und Jan Danisch, der die schlechte Annahme der Hörder zum direkten Angriff nutzte, die entscheidendenden Akteure.
Mit dem Ausgleich schienen sich die Herner zufrieden zu geben, denn der Tiebreak brachte nicht mehr viel Erhellendes. FdG lief von Beginn an einem Rückstand hinterher und tat nicht besonders viel, dies zu ändern.
„Dieses Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison: Mal ging es kurzzeitig auf und dann lange bergab. Klappte die Annahme, war der Angriff indisponiert oder das Zuspiel ungenau und umgekehrt. Leider ist es uns nicht gelungen, Konstanz ins Spiel zu bringen“, resümierte Levenig, die froh über das Saisonende ist. „Es kam vieles zusammen: Verletzungen, Spieler, die beruflich verhindert waren, die Integration der jungen Spieler – das hat sicherlich alles auf die Leistung gedrückt.“ Wie es mit der Mannschaft weitergeht, ist offen. „Es ist eine tolle Truppe, der ich wünsche, dass sie so zusammenbleibt und sich weiterentwickelt.“ Gerade für die jungen Spieler ist es wichtig, weiterhin von den „alten Hasen“ lernen zu können.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Nedballa, Neges, Pietsch, Rupprecht, Schwartz, Telsemeyer
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Landesliga: 17. Spieltag - 02.04.2011 - Herren I
TC Gelsenkirchen II - SG FdG Herne 3 - 1 ( 25:20 25:19 19:25 28:26 )
Herren verlieren und schaffen trotzdem vorzeitig den Klassenerhalt
Wie so oft in der bald ablaufenden Saison zeigten die Herren der FdG Herne nach einer guten eine durchwachsene Spielleistung und verloren das Revierduell in Gelsenkirchen mit 1:3. Da jedoch auch Lünen verlor, ist der Klassenerhalt nun endgültig gesichert.
Obwohl Herne vor dem Spiel noch auf den Relegationsplatz hätte rutschen können, schienen sich die Mannen von Trainerin Claudia Levenig ihrer Sache zu sicher zu sein. Oder waren sie doch nervös? Vor allem die Netzreihen ließen den letzten Biss vermissen. Aus der hervorragend aufgelegten Annahme wurde im Angriff zu wenig gepunktet. Die Fehler summierten sich zum wenig aggressiven Blockspiel hinzu. Und da auch mit den Aufschlägen überhaupt kein Druck ausgeübt wurde, obwohl die Mannschaft dies trainiert hatte, ging der erste Durchgang verdient verloren.
Im zweiten Satz zeigte FdG mal wieder ihr hässliches Gesicht und ließ jeglichen Spielwitz vermissen. Angriffe wurden ins Aus oder ohne Not ins Netz gedroschen. Erst eine Aufschlagserie von Kapitän Michael Runnebaum rüttelte sein Team wach. Nach sechs Punkten in Folge ging Herne erstmals in Führung, provozierte endlich Fehler beim Gegner und setzte die vorgegebene Marschroute um. Auch in der Angriffsreihe wurde Runnebaum zum Punktegarant. Allerdings reichte das nicht. Zum Ende des Satzes ging die Konzentration verloren und Gelsenkirchen konnte sich erneut und dieses Mal entscheidend absetzen.
Es reicht eben nicht, auf Fehler des Gegners zu warten. Man muss schon selbst was tun. Und so langsam schien die Mannschaft zu kapieren, dass ein Entscheidungsspiel gegen Hörde am letzten Spieltag das letzte war, was man haben wollte. Im dritten Satz lief der Gast zeitweilig zur Hochform auf. Ein Kreuzwechsel brachte Zuspieler Stefan Telsemeyer für den bis dahin gut agierenden Henry Engel und Diagonal Volker Schwartz in die Partie. Die Angriffsreihen dankten ihrem Annahmeriegel um Libero Matthias Neges und Michael Nedballa endlich mit Punkten, indem sie die Lücken in der Gelsenkirchener Abwehr erkannten. Herne erspielte sich leichte Vorteile und brachte diesen Satz ebenfalls verdient mit 25:19 nach Hause.
Furios begann auch Durchgang vier, FdG ging mit einer Aufschlagserie von Jan Danisch mit 5:0 in Führung. Sicherheit gab der Vorsprung leider nicht. Selbst eine 20:15-Führung sollte nicht genügen. Zwei Aufschlagfehler beim Stand von 20:15 und 23:22 brachten den Gegner endgültig wieder ins Spiel. Ein eigener Satzball wurde nicht genutzt, und so konnte TC den zweiten Matchball zum siegbringenden Punkt verwandeln.
In der nun bedeutungslos gewordenen letzten Partie am kommenden Samstag gegen Hörde wollen die FdG’ler dennoch einen Sieg einfahren, um die Saison mit einem positiven Erlebnis ausklingen zu lassen.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Rupprecht, Schwartz, Telsemeyer
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Landesliga: 16. Spieltag - 19.03.2011 - Herren I
SG FdG Herne - TG ZRE Schwelm II 3 - 2 ( 10:25 25:21 10:25 32:30 17:15 )
Herren ringen designierten Aufsteiger nieder
Die Freude war riesig, fast wie bei einem Aufstieg, denn schließlich landeten die FdG-Volleyballer einen Überraschungscoup gegen den Tabellenführer aus Schwelm, der eigentlich bei seinem Gastspiel in Herne sein Meisterstück machen wollte. Nach hartem Kampf und mit Siegeswillen zwangen die FdG’ler einen starken Gegner mit 3:2 in die Knie.
Nach 15 Minuten sah es nach einem kurzweiligen Nachmittag aus. Deutlich verlor Herne den ersten Durchgang. Die Levenig-Truppe fand zunächst kein Mittel gegen den gut postierten Schwelmer Block und die Schnellangriffe. Hinzu kam eine starke Aufschlagserie des Schwelmers Stefan Borchers, der quasi ohne Gegenwehr der bewegungslosen Annahme mit neun Angaben hintereinander den Satz vorentschied. Erst gegen Ende des Satzes fanden die Herner langsam ins Spiel, so dass Hoffnung aufkeimte, nicht sang- und klanglos unterzugehen.
Im zweiten Durchgang gab der Gastgeber seine Tarnung auf und zeigte sein wahres Gesicht: Sichere Annahme, variables Angriffsspiel, der Block stieg ebenfalls in die Partie ein und die Aufschläge fanden ihr Ziel. FdG ging gleich mit 3:0 in Führung und gab diese nicht mehr ab. Schon dieser Satzgewinn wurde gefeiert wie ein Matchgewinn. Leider bremste die Euphorie in Durchgang drei wieder jegliche Aktionen. Zwei Aufschlagserien der Schwelmer hintereinander bedeuteten die erneute deutliche Schlappe. Und wieder dachten die Zuschauer in der Halle, vor allem der mitgereiste Gästeanhang: Stellt schon mal den Sekt kalt…
Als im vierten Satz Herne schon abgeschlagen 9:16 und 11:20 zurücklag, knallten gedanklich vermutlich die ersten Sektkorken. Doch das Spiel entwickelte sich zur spannendsten Partie der gesamten bisherigen Saison. Die Levenig-Sieben zauberte plötzlich, rackerte und ackerte in der Abwehr, hielt Bälle im Spiel, die schon auf dem Boden eingeschlagen oder anderweitig verloren zu sein schienen. Und in den Köpfen der Gäste machte sich vermutlich schon der Siegestaumel breit, denn es häuften sich Fehler, Diskussionen mit Gegner, Schiedsrichter und Zuschauern. Beim Stand von 22:22 knisterte die Luft. Geschlagene 30 Minuten kämpften beide Mannschaften um jeden Punkt. Herne vergab Satzbälle, Schwelm nutzte Matchbälle nicht. Die Luft brannte. Schließlich hatte die Heimmannschaft das glücklichere Händchen und entschied den Durchgang mit 32:30 für sich.
Der Gast rieb sich verwundert die Augen und ärgerte sich so sehr über die vergebenen Chancen, dass er sich sogar eine Verwarnung wegen Zeitverzögerung einhandelte. Dennoch schien der Aufstiegswille wieder geweckt, denn rasch führte man 5:0. Die FdG-Spieler führten Publikum und Trainerin an den Rand gesundheitlicher Probleme… Wieder kämpften sie sich Punkt für Punkt heran und wechselten in Führung liegend die Seiten. Levenig hatte ihre Notizen schon lange zur Seite gelegt und feuerte ununterbrochen ihre Spieler an. Dieses Spiel konnte nur mit absolutem Siegeswillen entschieden werden. „Bei solch einem Spielstand helfen keine taktischen Hinweise mehr. Da kannst du die Spieler nur noch heiß halten“, krächzte eine heisere Trainerin nach Spielschluss.
Und es blieb spannend. Bei 14:13 vergab Herne den ersten eigenen Matchball. Schwelm erarbeitete sich daraufhin selbst einen Spielball. Doch jetzt saß jede FdG-Aktion – Matchball erneut abgewehrt. Die zweite Chance nutzte Herne und Freude brach sich in der Halle Bahn.
Die Spieler bedankten sich bei den Fans - unbekannte emotionale Momente.
Da die anderen Mannschaften im Tabellenkeller allesamt Niederlagen kassierten, hat der Landesligist nun mit dem direkten Abstieg nichts mehr zu tun. Und bei vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz sollte der Klassenerhalt eigentlich gesichert sein. Aber noch stehen zwei Partien aus… Der nächste Gegner Gelsenkirchen schnuppert nach einem deutlichen Sieg gegen Grumme plötzlich am Relegationsplatz um den Verbandsligaaufstieg. Die FdG’ler gefallen sich gut in der Rolle des Spielverderbers…
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Rupprecht, Schwartz, Telsemeyer
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 Im ersten Satz blieben die Herner Angriffsbemühungen noch im Schwelmer Block kleben... |  ...später agierten die FdG-Herren gewitzter, wie hier Michael Nedballa, der den Block anschlägt |
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Landesliga: 15. Spieltag - 26.02.2011 - Herren I
SG FdG Herne - VC Marl II 0 - 3 ( 19:25 18:25 23:25 )
Herren gehen gegen Marl unter - tauchen sie noch einmal auf?
Ratlos saßen nach der 0:3-Pleite gegen den VC Marl II Kapitän Michael Runnebaum und Trainerin Claudia Levenig beieinander. Beide wussten nicht so recht, weshalb sich die FdG-Herren drei Sätze lang recht emotionslos präsentierten. Anstatt sich mit Willen und Biss gegen einen starken Gegner zur Wehr zu setzen, hatte man von außen den Eindruck, als hätten die Herner sich schon vor dem ersten Ballwechsel aufgegeben. So bleiben die FdG’ler auf einer Berg- und Talfahrt auf dem Weg zum Klassenerhalt.
Zweifellos zeigte sich der Gegner Marl stark verbessert im Vergleich zum Hinspiel. Und auch den Hernern war schon vor der Partie klar, dass sie eine Topleistung hätten abrufen müssen, um den Hinspielsieg zu wiederholen. Doch zeigte sich schon unter der Woche im Training, wie wenig Selbstbewusstsein die Männer aus dem wichtigen Erfolg vom letzten Wochenende gezogen hatten. Da halfen offensichtlich die stärkenden Worte der Trainerin nicht. Auch während des Spiels stand Levenig mit ihren Anweisungen auf verlorenem Posten. Gegen die bärenstarken Sprungaufschläge des Gegners, der sich mit diesem Sieg aller Abstiegssorgen entledigt haben dürfte, hatte Herne oft keine Antwort parat, der Annahmeriegel agierte zu passiv, was Marl gekonnt ausnutzte. Im dritten Satz nahm Levenig in ein und derselben Annahmesituation innerhalb von drei Punkten beide Auszeiten, weil die Annahmespieler nicht in der Lage schienen, zu reagieren. Zuvor hatte die Trainerin versucht von der Seitenlinie Einfluss zu nehmen, kam der Aufschlag doch immer wieder auf denselben Punkt. Doch die Spieler hatten ihre Ohren offensichtlich auf Durchzug gestellt. Das galt nicht nur für die beschriebene Annahmesituation, sondern auch für die Anweisungen in den Auszeiten und Satzpausen. Anstatt Marls Annahmeriegel mit kurzen Aufschlägen ans Laufen zu bringen, versuchten es die Herner immer wieder mit langen Bällen. Selbst nach einer erfolgreichen kurzen Angabe schalteten die Herner nicht – es blieb die einzige. Und auch im Angriff war das Spiel berechenbar. Jedweder Appell an die Spieler, mal einen Ball zu legen verhallte lautlos.
Ebenso fand man kein probates Mittel gegen den aus allen Lagen punktenden Julian Lange. Vor allem dessen Hinterfeldangriffe konnten weder mit noch ohne Block abgewehrt werden – nicht der Hauch einer Chance war auch nur zu erahnen.
Alles, was letzte Woche prima klappte, schien am Samstag vergessen: Neben der für den Spielaufbau eminent wichtigen Annahme, in der erstmals Volker Schwartz als Libero zum Einsatz kam, fand auch das Blockspiel kaum statt. Ein einziger Blockpunkt steht in Levenigs Statistik. Wenigstens konnte die eklatante Aufschlagschwäche der letzten Partien gemildert werden.
Im dritten Durchgang keimte so etwas wie Hoffnung auf, als FdG zunächst in Führung ging und im weiteren Satzverlauf einen Rückstand wieder aufholte. So langsam schien man ins Spiel gefunden zu haben. Das laue Lüftchen wehte jedoch nicht lang, und so ging dieses Spiel deutlich und hoch verdient an die Marler.
Nun hat die Mannschaft drei Wochen Zeit, ihre Wunden zu lecken. Dann wartet allerdings der Tabellenführer Schwelm, der in Herne den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen könnte.
Dennoch: „Die Zeit der Streicheleinheiten ist vorbei“, findet Levenig ungewohnt scharfe Worte. „Eine solche Leistung ist inakzeptabel – egal wie stark der Gegner auftritt.“
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Rupprecht, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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Landesliga: 14. Spieltag - 19.02.2011 - Herren I
TV Datteln - SG FdG Herne 1 - 3 ( 25:18 21:25 19:25 23:25 )
Das war wichtig: Herren halten Abstiegskandidaten auf Abstand
Es gibt Tage, da berichtet eine Trainerin sehr gerne über das Spiel ihrer Mannschaft. Das liegt nicht nur daran, dass es sich über Siege besser schreiben lässt als über Niederlagen. Eine Trainerin – ein Trainer sicherlich auch – ist happy, wenn sie eine Entwicklung feststellen kann, die zwar langsam aber stetig vonstatten geht. Und das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht TV Datteln, gegen das man in der Hinrunde dessen ersten Saisonsieg überhaupt zuließ, bietet Anlass zu breitem Grinsen…
Mit dem 3:1-Sieg haben sich die FdG-Herren zudem ein wenig Luft nach unten verschafft. Durch die Niederlagen von Lünen und Hattingen beträgt der Abstand zu den Abstiegsrängen nun wieder vier Punkte.
Es war ein hartes Stück Arbeit gegen einen Gegner, der nur durch druckvolles Spiel zu bezwingen war. Die Marschroute von Trainerin Claudia Levenig lautete: „Angriff. Risiko. Druck.“ Im ersten Satz taten sich die Herren noch schwer damit. Der noch angeschlagene Kapitän Michael Runnebaum blieb zunächst auf der Bank, für ihn begann Karsten Schug auf der Mittelposition. Andreas Rupprecht ersetzte den verhinderten Sven Pietsch. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, bei dem sich allerdings erneut Hernes Aufschlagschwäche zeigte. Zu viele Punkte wurden verschenkt. Auch als Runnebaum eingewechselt wurde, half das nicht viel. Er brauchte mit seiner Verletzung gut anderthalb Sätze, bis es rund lief.
Die hohe Quote der Eigenfehler und eine mangelnde Spannung im Team rächten sich dann auch im Ergebnis – der erste Durchgang ging deutlich an den Gegner.
Erst eine taktische Umstellung Mitte des zweiten Satzes, als Levenig einen so genannten Kreuzwechel durchführte – Zuspieler Stefan Telsemeyer ersetzte Diagonal Mats Ikemann, Diagonal Karsten Schug kam für Zuspieler Henry Engel – erwies sich als der Schlüssel zum Erfolg. Der neuformierte Block bekam Dattelns stärksten Angreifer Tobias Ernst mehr und mehr in Griff. Der versuchte es aus allen Positionen, war allerdings offensichtlich auch körperlich angeschlagen.
„Obwohl die Mannschaft noch immer nicht ihre wahre Leistungsstärke konstant durchspielt, ist eine Entwicklung erkennbar“, ist Levenig fast zufrieden mit den Sätzen zwei bis vier. Die Abwehrleistungen werden immer besser, weil alle im Team vollen Einsatz zeigen und um jeden Ball kämpfen. Diese Tendenz war schon in den vergangenen Spielen sichtbar. Neben der Blockarbeit war dies am Samstag mitentscheidend. Ebenfalls positiv zu verzeichnen ist, dass trotz der „falschen“ Angriffsreihen, die bis zum Ende beibehalten wurden, alle konzentriert blieben und die Umstellung bis auf eine fehlende Angriffssicherung bei eigenem Angriff über die Position II bei Läufersituation tadellos klappte. Und wenn dann Telsemeyer die Bälle direkt nach einem versuchten gelegten Ball ebenfalls direkt, aber erfolgreich zurückspielt, kann man nur noch von genialem Spielwitz sprechen. Er war es schließlich auch, der beim Matchball mit einem taktisch klugen Kurzaufschlag den entscheidenden Fehler im Dattelner Spielaufbau erzwang.
Dieses Mal hatten die Herner in den wichtigen Momenten zum jeweiligen Satzende die besseren Nerven. Wenn nun in den verbleibenden Spielen weiterhin alle Mannschaftsteile Hand in Hand agieren und einige Spieler wie Ikemann und Schug variabel einsetzbar sind, wird Herne den Klassenerhalt bald in der Tasche haben.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Nedballa, Neges, Runnebaum, Rupprecht, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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 Jan Danisch und Michi Nedballa blocken erfolgreich gegen Tobias Ernst
 Nedballa packte mit seinen Sprungangaben den Hammer aus
 Allein - aber glücklich - viel Positives konnte Trainerin Claudia Lenig notieren
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Landesliga: 13. Spieltag - 12.02.2011 - Herren I
TuS Hattingen - SG FdG Herne 3 - 2 ( 23:25 25:16 25:21 25:23 12:15 )
Nach Punkten gewonnen und trotzdem verloren - Herren kämpfen weiterhin um Klassenerhalt
Nach der Tiebreak-Niederlage gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte TuS aus Hattingen machen es die FdG-Herren weiterhin spannend. Zwar liegt man in der korrigierten Tabelle auf Platz 6, doch durch die Siege der Mannschaften im Tabellenkeller beträgt der Vorsprung nur noch zwei magere Punkte.
Nach Punkten konnte die Levenig-Gruppe sogar ein Plus verzeichnen, und auch im fünften Satz sah zum Seitenwechsel vieles nach einem wie immer gegen Hattingen hart umkämpften Sieg aus. 108:102 lautete am Ende die Punktebilanz, nach Rückstand wechselte man bei 8:7 – und trotzdem verließen die FdG’ler mit hängenden Köpfen den Platz.
Im ersten Durchgang tat Herne sich schwer. Drei Spieler waren angeschlagen in die Partie gegangen, Kapitän Michael Runnebaum fiel verletzungsbedingt ganz aus. Dafür erhielt Oliver Kohn über Mitte von Beginn an eine Chance und machte seine Sache zwei Sätze lang gut. Schon in Durchgang eins tauschte Trainerin Claudia Levenig auf der Zuspielposition, da auch Henry Engel mit triefender Nase anreiste. Zum Satzende hatte die FdG sich langsam eingespielt, zum Satzgewinn reichte es jedoch nicht mehr.
Doch das Aufwärmprogramm zeigte Wirkung. Vor allem Jan Danisch drehte auf, machte aus fast jeder Ballvorlage einen Punkt und agierte auch im Block effektiv. Allerdings taten es die Hattinger den Herner gleich und fabrizierten nun ihrerseits mehr Fehler. Somit ging dieser Durchgang deutlich mit 25:16 an Herne.
Levenig wechselte Karsten Schug für Kohn ein, was der Spiellaune keinen Abbruch tat. 6:0 führte Herne nach einer Aufschlagserie von Schug schnell. Doch führten Konzentrationsmängel in entscheidenden Phasen dazu, dass der sichere Vorsprung mehr und mehr dahinschmolz. Zum Satzende erhielten auch Andreas Rupprecht und Volker Schwartz ihren Einsatz und verhalfen zum verdienten 25:21-Gewinn.
Offensichtlich hatte sich in den Herner Köpfen der sichere Sieg bereits breit gemacht. Anders lassen sich die Aussetzer in entscheidenden Spielsituationen nicht erklären. Bei 1:5 und 6:15 hatte Levenig ihre Auszeiten verbraucht, Mats Ikemann und Sven Pietsch kehrten wieder ins Team zurück. Doch jeder einzelne Spieler trug sich in die Liste „unforced errors“ ein. Ob es die Aufschlagfehler oder der letzte Zentimeter zum Schließen des Blocks waren, das Lösen vom Netz bei Dankebällen, der entscheidende Schritt in der Annahme, die Passqualität im Zuspiel oder der unnötig verschlagene Angriff – diese fehlende Konzentration war letztlich sowohl entscheidend dafür, dass nach toller Aufholjagd im vierten Satz der letzte Biss fehlte als auch im Tiebreak die Müdigkeit offensichtlich Oberwasser gegenüber dem absoluten Willen hatte.
„Spielerisch hat die Mannschaft fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Mal wieder zeigte sich, dass unsere Eigenfehler spielentscheidend sind. Insbesondere können wir mit 20 Fehlaufschlägen absolut nicht zufrieden sein“, fasste Levenig zusammen.
Mit TV Datteln wartet am kommenden Samstag der nächste direkte Konkurrent. Herne hat aus der Hinrunde noch eine Rechnung offen und muss unbedingt siegen.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Nedballa, Neges, Pietsch, Rupprecht, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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Landesliga: 12. Spieltag - 29.01.2011 - Herren I
SG FdG Herne - Lüner SV 3 - 1 ( 25:19 25:21 18:25 25:15 )
Zwei wichtige Punkte verschaffen Luft und Laune
Nach dem 3:1-Sieg der FdG-Herren gegen den Tabellennachbarn Lüner SV sind die Fronten zwischen Tabellenmittelfeld und Abstiegszone zunächst einmal geklärt. Mit vier Punkten Vorsprung geht die Mannschaft nun in die nächsten beiden entscheidenden Spiele gegen die Tabellenschlusslichter.
Ohne Trainerin Claudia Levenig, die beruflich verhindert war – dafür übernahmen Rekonvaleszent Janus Magdziarz und Stefan Telsemeyer erfolgreich an der Linie – traten die Herner in eigener Halle an und setzten sich wie im Hinspiel deutlich gegen die ebenfalls im Umbruch befindlichen Lüner durch.
Nichts anbrennen ließen die Herner im ersten Satz. 7:1 hieß es, nachdem Henry Engel sechs Angaben hintereinander ins Feld brachte. Der Vorsprung schmolz zwar langsam dahin, doch schaukelten die Gastgeber das Ding locker nach Hause. Der zweite Durchgang verlief schon ausgeglichener, Lünen kam besser ins Spiel, da Herne Druck aus den eigenen Aufschlägen nahm. So konnte der Gast vor allem mit Martin Lehnhoff mehrfach punkten.
Im dritten Satz war dann die Luft völlig raus aus den Aufschlägen, auch die eingewechselten Karsten Schug (Diagonal) beim Stand von 4:9 und Stefan Telsemeyer (Zuspiel, 11:20) konnten das Blatt zwar nicht mehr wenden, gaben aber zum Satzende noch einmal ein deutliches Lebenszeichen. Im vierten Durchgang spielten die Herner ihre Aufschlagstärke wieder aus und ließen Lünen nicht mehr richtig ins Spiel kommen.25:15 lautete das klare Ergebnis.
„Auch, wenn das Ergebnis auf dem Papier recht deutlich aussieht, war es doch ein ausgeglichenes Spiel“, fasste Telsemeyer die Partie zusammen. „Entscheidend für den Spielverlauf war unser Aufschlagspiel. Im dritten Satz fehlte der Druck bzw. haben wir zu viele Fehler gemacht.“
Nach einer Pause am kommenden Wochenende wartet mit der Partie gegen den Tabellenneunten TuS Hattingen erneut ein Vier-Punkte-Spiel.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Rupprecht, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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 Sven Pietsch leitete im vierten Satz mit seinen Aufschlägen fünf Punkte in Folge ein |  Großer Jubel nach der 2:0-Führung |
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Landesliga: 11. Spieltag - 22.01.2011 - Herren I
SG FdG Herne - DJK Eintracht Datteln 2 - 3 ( 18:25 25:17 23:25 25:23 10:15 )
Sieg wäre verdient gewesen
Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche unterlagen die Herren der FdG Herne dennoch gegen die DJK Eintracht Datteln – wieder einmal. Es war das erwartete schwere Spiel gegen den Tabellendritten. In den letzten Vergleichen hatte Herne immer deutlich den Kürzeren gezogen, dieses Mal war die Entscheidung bis zum Schluss offen. Letztlich waren es einige individuelle Unkonzentriertheiten, die sich im Laufe des Spiels entscheidend durch alle Mannschafsteile zogen.
Im ersten Satz allerdings sah es zunächst so aus, als wollten die FdG’ler sich nicht an die eigenen Vorsätze halten und Trainerin Claudia Levenig an den Rand des Wahnsinns treiben. Die Annahme machte in ähnlich schlechter Qualität ihre Arbeit wie phasenweise gegen Grumme. Hinzu kam ein Block, über weite Strecken der Partie löchrig wie ein Schweizer Käse und etliche unnötige Netzfehler. Die Aufschläge kamen zu 80 Prozent auf den einzigen Dattelner Spieler, auf den ein Aufschlagverbot ausgesprochen worden war: den Libero. Einzig der Angriff machte aus der Not eine Tugend und punktete einigermaßen konstant, konnte aber alleine die 18:25-Niederlage im ersten Satz auch nicht verhindern.
In der Satzpause wurde Tacheles geredet. Und das fruchtete. Die Annahme wurde immer besser, die Aufschlagfehler weniger. Entscheidend zum Satzgewinn von 25:17 trugen zwei Aufschlagserien von Michael Nedballa und Michael Runnebaum bei.
Endlich zeigte die Levenig-Truppe Kampfgeist, es wurde um jeden Ball verbissen gekämpft. Die Annahme wurde zur sicheren Bank, Runnebaum erwies sich auch im Mittelangriff als unersetzlich. Ebenso fand Sven Pietsch auf Außen zu alter und neuer Stärke zurück, bis ihn eine alte Verletzung hemmte.
Es entwickelte sich ein munteres Spiel, beide Mannschaften schenkten sich nichts und nutzten die Fehler des Gegners konsequent aus. Es waren schließlich wenige Fehler mehr auf Herner Seite, die den Unterschied an diesem Tag ausmachten.
„Auf diese Leistung können wir aufbauen“, war Kapitän Runnebaum am Ende nicht unzufrieden. Levenig war trotzdem geknickt: „Die Mannschaft hätte mit dieser Leistung einen Sieg verdient gehabt.“
Am Samstag steht im Heimspiel gegen den Lüner SV (15 Uhr) ein weiteres Vier-Punkte-Spiel auf dem Programm. Mit einem Sieg kann ein Riesenschritt in Richtung Tabellenmittelfeld und somit zum Klassenerhalt getan werden.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Rupprecht, Schug, Schwartz
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Landesliga: 10. Spieltag - 15.01.2011 - Herren I
SVE Grumme II - SG FdG Herne 3 - 1 ( 27:29 25:16 25:21 27:25 )
Die lichten Augenblicke leuchteten nicht hell genug
Licht und Schatten wechselten sich ab in diesem teilweise spannenden Lokalderby. Letztlich unterlagen die FdG-Herren gegen einen an diesem Tag besseren Gegner knapp mit 1:3. Es wäre mehr drin gewesen.
Herne legte los wie die Feuerwehr, führte 6:1 als Grumme die erste Auszeit nahm. Gleich nach Wiederanpfiff zeigte sich erstmals, wer letztlich den entscheidenden Unterschied ausmachte: Grummes Zuspieler Marc Puschmann pritschte den kurzen Aufschlag von Michael Nedballa direkt Punkt bringend zurück und leitete damit die Aufholjagd ein. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Herne baute zwar die Führung noch einmal auf 15:10 aus, konnte aber auch diesen Vorsprung nicht halten. 29 Punkte mussten sich die FdG’ler erkämpfen, um den Satz für sich zu entscheiden.
Im zweiten und zu Beginn des dritten Durchgangs bestätigte sich der Eindruck, den Trainerin Claudia Levenig und die Zuschauer schon im ersten Satz gewonnen hatten. Es schien der letzte Biss zu fehlen, der letzte Wille, um jeden Ball zu kämpfen. Dem Spielaufbau fehlte es an Tempo, was es dem Gegner leicht machte, das Herner Spiel zu lesen. Levenig brachte Sven Pietsch für Andreas Rupprecht über Außen und Karsten Schug als Mittelblocker für den leicht angeschlagenen Jan Danisch. Pietsch fügte sich sofort mit zwei Angriffs- und einem Blockpunkt erfolgreich ein. Allerdings schwächelte erstmals seit langem die Annahme phasenweise, so dass Zuspieler Henry Engel seine liebe Not hatte. Dem 17-Jährigen Engel fehlt es noch an Konstanz, trotzdem machte er sein bisher bestes Spiel. Wenn es ihm zukünftig gelingt, seine Angreifer wie im ersten und vierten Durchgang schnell in Szene zu setzen, dann wird Herne bald mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Dagegen haben die Grummer mit Puschmann einen intelligenten Spielgestalter, der Hernes Block ein ums andere Mal alt aussehen ließ.
Im vierten Satz knüpfte die Levenig-Truppe an die Leistung des ersten an und machte es Grumme schwerer als es die Tabellensituation hätte erwarten lassen. Erst den dritten Matchball konnten die Gastgeber nutzen, nachdem das Schiedsgericht ein wenig Fingerspitzengefühl vermissen ließ und Engel einen mal wieder zu dicht ans Netz angenommen Ball als gehoben abpfiff.
Nächste Woche wartet mit der DJK Eintracht Datteln erneut ein schwerer Gegner, der allerdings ebenfalls mit einer Niederlage in die Rückrunde startete. "Ich bin sicher, die Mannschaft wird alles dafür geben, gegen Datteln endlich wieder zu punkten. Die wichtigen Spiele haben wir bisher alle für uns entschieden. Das erwarte ich auch am Samstag", fordert Levenig einen Sieg (ca. 17 Uhr in Hattingen).
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Rupprecht, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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Landesliga: 9. Spieltag - 18.12.2010 - Herren I
SG FdG Herne - TV Hörde III 3 - 0 ( 28:26 25:11 25:22 )
Zwei zuckersüße Punkte unter dem Weihnachtsbaum
SG FdG Herne – TV Hörde III 3:0 (28:26, 25:11, 25:22) – 63 min.
Mit einem starken 3:0-Sieg gegen den TV Hörde III sicherten sich die Volleyball-Herren der SG FdG Herne einen positiven Jahres- und Hinrundenabschluss. Im „Vier-Punkte-Spiel“ gegen den bis dato punktgleichen Gegner machte es die Levenig-Truppe phasenweise unnötig spannend, hatte aber in den entscheidenden Momenten die besseren Nerven. Zwar reiste man mit zehn Spielern nach Datteln, zwei waren allerdings angeschlagen und ihr Einsatz daher zu riskant.
Unter der Woche hatten die Spieler an den Schwachstellen Abwehr und Sicherung gearbeitet. Das Ergebnis konnte sich im Spiel gegen die Hörder Drittvertretung über weite Strecken sehen lassen. Es lief noch nicht alles so glatt, wie es auf der Heimfahrt die Straßen waren, aber die Tendenz geht klar nach oben.
Auch, wenn gleich der erste Aufschlag im Netz landete, erwischte Herne den besseren Start, führte schnell 7:2, gab diese beruhigende Führung jedoch genauso rasch wieder her. Der Satzverlauf war daraufhin ausgeglichen, allerdings nur, weil Herne zu wenig machte. Lediglich vier eigene Angriffspunkte konnte Levenig bis kurz vor Satzende verzeichnen – und acht Fehlangaben. Somit verschaffte das Team Hörde Hoffnung auf den Satzgewinn, konterte dann aber endlich mit schnellen Abschlüssen. Levenig brachte beim Stand von 22:23 Zuspieler Stefan Telsemeyer, der entscheidend zum verdienten Satzgewinn von 28:26 beitrug.
Im zweiten Durchgang traute Levenig ihren Augen kaum. 8:1, 14:3 und 17:5 lauteten die Zwischenstände. Michael Runnebaum schlug konsequent auf den in dieser Phase annahmeschwächsten Gegenspieler auf und machte somit vier direkte Punkte in Folge. Michael Nedballa machte es ihm anschließend nach und punktete ebenfalls mit einem Ass. Hörde agierte hilflos und konnte kaum schnelles und kein Kombinationsspiel aufziehen. 25:11 stand am Ende auf dem Papier.
„Die Mannschaft hat eine Marschrichtung konsequent durchgezogen und noch einen drauf gesetzt“, war die Trainerin sichtlich zufrieden. Aber… das Spiel war noch nicht gewonnen. Zu oft hatte Herne klare Führungen schon verdaddelt.
Trotz der mahnenden Worte in der Satzpause wirkten die Spieler zu Beginn des dritten Satzes wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Also wurde es noch einmal spannend. Herne ließ nach, machte keinen Druck mehr über die Aufschläge, so dass der Gegner zwischenzeitlich aufblitzen ließ, was er eigentlich drauf hat. Bis Mitte des Satzes lief die FdG einem Rückstand hinterher, konnte sich aber erneut im entscheidenden Moment mit gutem Stellungsspiel und Reaktionsschnelligkeit die Hoheit zurückerobern. Den wichtigen 24. Punkt holte Diagonal Mats Ikemann, als er zuerst einen Ball in der Annahme hochkratzte und ihn schließlich selbst im Angriff verwandelte.
„Hörde hat sich heute unter Wert verkauft, aber meine Männer haben es auch erzwungen“, freute sich Levenig mit der Mannschaft, die nun mit 8:10 Punkten wesentlich besser dasteht als vor Jahresfrist und den Anschluss ans Tabellenmittelfeld hält.
Nach Spielschluss fasste Levenig eine ganze Liste an Pluspunkten zusammen:
1. Die Mannschaft hat die Inhalte des Trainings und die Leistung aus dem Training über weite Strecken im Spiel umgesetzt.
2. Das Team hat zwei enge Sätze für sich entscheiden können.
3. Das Team hat den zweiten Satz deutlich nach Hause gefahren.
4. Vorgaben in den Auszeiten wurden konsequent eingehalten.
5. Das Satz- und Punktekonto dankt! Spiele ohne Satzverlust sind selten, aber so schön!
Weiter geht es am 15. Januar mit dem Rückspiel gegen Grumme. Da ist noch eine Rechnung offen…
Die Mannschaft wünscht allen Lesern und Leserinnen geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kluge, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Rupprecht, Telsemeyer
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Landesliga: 8. Spieltag - 11.12.2010 - Herren I
SG FdG Herne - TC Gelsenkirchen II 2 - 3 ( 25:16 25:23 20:25 19:25 7:15 )
Verletzung stoppt bis dahin grandiose Leistung
Die Herren der SG FdG Herne haben den Sprung in die obere Tabellenhälfte durch eine unverdiente Tiebreak-Niederlage gegen den Reviernachbarn TC Gelsenkirchen II verpasst. Nun hängt man auf Platz sieben wieder unten drin. Nach furiosem Spiel in den ersten beiden Sätzen brachten die schwere Verletzung von Außenangreifer Joschi Magdziarz und unnötige Provokationen des Gegners die FdG’ler aus dem Konzept.
Zwei Sätze lang spielte Herne furios und hoch motiviert bestes Volleyball und provozierte beim Gegner konfuse Aktionen. Mit einer sicheren Annahme als Basis setzte Zuspieler Henry Engel alle seine Angreifer bestens in Szene, die dankbar fast jeden Ball im gegnerischen Feld versenkten. Gelsenkirchen hatte bis auf eine kleine Herner Schwächeperiode gegen Ende im ersten Satz keine Schnitte.
Der zweite Durchgang verlief zwar ausgeglichener, dennoch war der Gewinn trotz des knappen Satzergebnisses nie gefährdet. Herne hatte gegen die nun besser aufgestellten Stadtnachbarn immer eine bessere Antwort parat.
In Durchgang drei drehte Gelsenkirchen auf und konnte sich nach und nach leicht absetzen. Durch eine Umstellung nutzten sie gezielt Schwachstellen im Herner Block. Als die FdG’ler gerade dabei waren, um ein schnelles Matchende zu kämpfen, verletzte sich Joschi bei einer Angriffsaktion schwer an der Schlagschulter. Das Spiel musste daraufhin für etwa 15 Minuten unterbrochen werden, bis die Sanitäter anrückten.
Andreas Rupprecht kam nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison aufs Feld. Doch der Schock saß tief – so tief, dass sich das Team nicht mehr fing und in die Niederlage schlitterte.
„Dass der dritte Satz nach der Verletzung verloren geht, ist verständlich. Anschließend hätte ich jedoch eine „Jetzt-erst-recht“-Haltung erwartet, die wir leider dann zu selten gezeigt haben“, resümierte Trainerin Claudia Levenig nach der Partie. Herne stellte die Gegenwehr sukzessive ein, schenkte dem Gegner durch harmlose Angaben erstklassige Angriffsmöglichkeiten, agierte selbst aber zu selten zwingend genug. Hernes Spiel wurde berechenbar. Und plötzlich blieb der Ball an der Netzkante hängen, der in den ersten Sätzen wie selbstverständlich noch rüberkullerte.
Gelsenkirchen verstand es zudem geschickt, immer wieder das Spiel zu verzögern, nutzte die psychologischen Vorteile gnadenlos aus, hatte sich aber auch im Block und in der Abwehr gut auf die dann immer gleichen Bälle eingestellt. Wieder einmal machten die Herren zu wenig aus ihren zahlreichen Chancen.
Nachdem zu Beginn des Tiebreaks nichts mehr klappte – bei 1:8 wurden die Seiten gewechselt – ergaben Team und Trainerin sich schließlich dem Schicksal. Levenig zog die letzte mögliche Wechseloption mit Stefan Telsemeyer nicht mehr, was vielleicht noch einmal einen Ruck durch die Mannschaft hätte geben können.
Die Tabellensituation teilt die Liga langsam in zwei Klassen. Herne muss nun höllisch aufpassen, nicht wieder in den Abstiegstrudel zu geraten. Ein Sieg zum Hinrundenabschluss gegen die punktgleichen jungen Wilden aus Hörde ist nun absolut Pflicht.
Wie lange Joschi ausfallen wird, können erst weitere Untersuchungen klären. Große Erleichterung bei allen, als der Ruhepol der Mannschaft abends als „einarmiger Bandit“ auf der Weihnachtsfeier erschien.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Magdziarz, Nedballa, Neges, Runnebaum, Rupprecht, Telsemeyer
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 Höchste Aufmerksamkeit in der Annahme - hier noch mit Joschi
 Jan und Michi machen den Block dicht - Punkt!
 Top-Annahme von Libero Matze und Summi
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Landesliga: 7. Spieltag - 27.11.2010 - Herren I
TG zrE Schwelm II - SG FdG Herne 3 - 0 ( 25:13 25:17 25:21 )
Herren gehen weiter durch Wechselbad der Gefühle
Einen erneuten Rückschlag mussten die Herren der SG FdG Herne am 7. Spieltag der Landesliga hinnehmen. Die 0:3-Niederlage war zwar durchaus verdient, dennoch wäre mehr drin gewesen, als es das deutliche Ergebnis vermuten lässt.
Levenig trat zunächst mit einer recht jungen Truppe das Spiel an. Mit Henry Engel (17), Mats Ikemann (seit heute 19 – Glückwunsch), Oliver Kohn (18) und Jan Danisch (22) stand fast die jüngst mögliche Formation auf dem Feld. Doch weder die jungen Wilden noch die arrivierten Spieler konnten das Ruder herumreißen. Nachwuchstalent Oliver Kohn kam aufgrund des Fehlens von Kapitän Michael Runnebaum und Karsten Schug zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. An seiner noch fehlenden Erfahrung hat es weniger gelegen, dass die Mannschaft einfach nicht ihren Rhythmus fand.
Erneut war es eine Anhäufung individueller Fehler, die nach furiosem Herner Start den Weg zur Niederlage ebnete. 8:4 führte die Levenig-Sieben im ersten Durchgang, als Schwelm erstmals eine Auszeit nahm. Dies schien für den Tabellendritten das richtige Startsignal zu sein. Schnell hatte der Gegner den Rückstand durch schnelle und platzierte Angriffe aufgeholt und sich in einen Spielrausch gebracht. Jonathan Lange bereitete den Hernern als Linkshänder die meisten Probleme. Ihn bekam man zunächst weder über Diagonal noch aus dem Hinterfeld in den Griff.
Zudem ließ Herne sich durch wenig nachzuvollziehende Schiedsrichter-Entscheidungen aus dem Konzept bringen. Es begann schon unglücklich damit, dass der Schreiber die Aufstellungen falsch notiert hatte und das Schiedsrichtergespann beim ersten FdG-Aufschlag Rotationsfehler pfiff. Zwar ließ sich dieses Missverständnis aufklären, doch bei zwei Doppelfehlerentscheidungen war wiederum der Schreiber nicht auf der Höhe und notierte Punkte auf der falschen Tafelseite – die auch nicht mehr korrigiert wurden.
Im zweiten Satz schien es zunächst besser zu laufen, der Block hatte sich gut auf Lange eingestellt, weshalb der Gegner sein Spiel mehr auf Mitte und Außen verlagerte. Da die FdG’ler ihre Abwehrpositionen aber kaum einhielten, schlugen die Bälle entsprechend ein. Oftmals rückte die Abwehr zu weit ins Feld, so dass die Linien ungedeckt waren, der Block war löchrig bzw. nicht konsequent genug.
Zudem schlug Schwelm zwar eher harmlos, aber konsequent auf Außenangreifer Michael Nedballa auf, um diesen möglichst aus dem Angriff zu nehmen. Libero Matthias Neges hatte kaum Gelegenheit, in der Annahme Sicherheit zu gewinnen. Wenig war bei ihm und seinen Teamkollegen vom Schwung der Vorwoche zu erkennen. Die Zuspieler verzweifelten an ihren Angreifern, die entweder ins Aus schlugen oder vorher angezeigte Spielzüge nicht mitmachten.
„Die Mannschaft hat besser gespielt, als es das Ergebnis ausdrückt. Dennoch war von außen eine unerklärliche Lethargie zu erkennen, phasenweise agierten einige Spieler unkonzentriert“, fasste Levenig ihren Teil der 0:3-Ergebnisse des Wochenendes zusammen. Schwelm zeigte sich als Gegner, gegen den man durchaus verlieren kann und der sicherlich erneut ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden wird. Doch hatte auch Rote Erde nicht den besten Tag erwischt, weshalb es schade war, nicht mehr daraus gemacht zu haben.
Es bleiben noch zwei Spiele in der Rückrunde, die Herne in jedem Falle gewinnen will, um mit einem positiven Punktekonto in die Weihnachtspause zu gehen. Gegen TC Gelsenkirchen II in vierzehn Tagen sollten allein der Gegner und die sich anschließende Weihnachtsfeier Motivation genug sein.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Magdziarz, Nedballa, Neges, Pietsch, Rupprecht, Schwartz, Telsemeyer
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Landesliga: 6. Spieltag - 20.11.2010 - Herren I
VC Marl II - SG FdG Herne 1 - 3 ( 27:25 20:25 20:25 22:25 )
Zurück in der Erfolgsspur: Herren verpassen Marl eine Abfuhr
In einem erstklassigen Spiel setzten sich die Herren der SG FdG Herne gegen den favorisierten Gegner VC Marl II mit 3:1 hochverdient durch. Beide Teams lieferten sich eine packende Partie, die phasenweise an Spannung nicht zu überbieten war. Zudem hatte Trainerin Claudia Levenig vor dem Spiel noch die Qual der Wahl: 13 Mann waren angereist – ein Novum in ihrer Amtszeit – so dass letztlich Andreas Rupprecht, der sich nach seiner langen Verletzungspause mehr und mehr wieder in den Kader drängt, zugunsten des jungen Oliver Kohn aus der 2. Herrenmannschaft noch einmal verzichten musste. Kapitän Michael Runnebaum blieb zunächst auf der Bank, Levenig schenkte Karsten Schug und Jan Danisch auf Mitte das Vertrauen.
Schon der erste Satz zeigte, dass sich der Tabellendritte und Herne, bis dato 7., auf Augenhöhe begegneten. Ständig wechselte das Aufschlagrecht hin und her, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Doch zeichnete sich schon in der Anfangsphase ab, dass für Herne, das sich in allen Belangen im Vergleich zur Vorwoche verbessert zeigte, auch gegen diesen stark auftretenden Gegner viel drin war.
Trotzdem zeigte sich erneut, dass unsere Jungs phasenweise das Spiel zu leichtfertig aus der Hand geben. Eigene unnötige Fehler hielten den Gegner im Spiel. Und gegen Ende des ersten Durchgangs führte Marl plötzlich mit 24:21. Joschi Magdziarz brachte sein Team durch eine kleine Aufschlagserie noch einmal auf 25:25 heran. Ein Annahmefehler entschied letztlich zugunsten der jungen Marler.
Der offene Schlagabtausch ging weiter. Als Marl sich im zweiten Satz durch starke Angriffe abzusetzen drohte, wechselte Levenig Karsten Schug, eigentlich zuletzt Mittelangreifer, auf seiner geliebten Diagonalposition ein, um den Block zu stärken und eine weitere Angriffsoption aus dem Hinterfeld zu haben. Herne holte wieder auf und konnte sich nach dem Gleichstand bei 16:16 durch variables Angriffspiel selbst leichte Vorteile erspielen. Da auch die Annahme trotz druckvoller Sprungaufschläge der Gegner weitestgehend auf der Höhe des Geschehens war, Libero Matthias Neges sich stark verbessert zeigte, Zuspieler Henry Engel mehr und mehr Spielwitz entwickelt und auf die Angreifer in dieser Saison sowieso fast immer Verlass ist, hatte Marl nur selten etwas entgegenzusetzen. Zudem setzten die Aufschlagspieler konsequent die Marschroute der taktisch klugen Aufgaben um, womit die Marler Annahme ein ums andere Mal indisponiert wirkte.
Oliver Kohn ersetzte in der Endphase den angeschlagen in die Partie gegangenen Jan Danisch und kam so zu seinem ersten Landesligaeinsatz. Olli fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein und punktete entscheidend. Nach 21 Minuten stand es 1:1 nach Sätzen.
Der dritte Durchgang ähnelte vom Verlauf sehr dem ersten. Danisch kehrte auf Feld zurück, Stefan Telsemeyer ersetzte Engel im Zuspiel. Bis zum Ende konnten beide Mannschaften die Annahmesituation für sich nutzen und jeweils sofort punkten. Hernes Block bekam Marls besten Spieler Julian Lange, der aus allen Lagen angriff, mehr und mehr in den Griff, spielte einige sehenswerte Kombinationen und entschied letztlich auch diesen Durchgang mit 25:20 verdient für sich.
Im vierten Durchgang drohte zunächst ein ähnliches Schicksal wie vor Wochenfrist, als man sich gegen TV Datteln nach 2:1-Führung die Butter noch vom Brot nehmen ließ. 3:8 lag die Levenig-Truppe plötzlich zurück. Wiederum war es Magdziarz, der mit seinen Aufschlägen für den Ausgleich zum 12:12 und die darauf folgende Führung sorgte. Marl zeigte sich offensichtlich beeindruckt von der Herner Willenskraft und Abwehrstärke und konnte nur noch reagieren statt agieren. Herne ließ nichts mehr anbrennen. Der Block ließ kaum noch Bälle durch. Nach dem 25:22 brach sich der Jubel bahn. Die drei übrig gebliebenen Herner Fans – es war spät geworden – feierten eine sehenswerte Leistung, mit der man sich vor keiner Mannschaft zu verstecken braucht.
„Nach der heutigen Leistung schmerzt die Niederlage von letzter Woche umso mehr“, merkte Zuspieler Stefan Telsemeyer nach der Begegnung an. Der Blick geht nach vorne. Mit dem Erklimmen des fünften Tabellenplatzes haben die Jungs die obere Tabellenhälfte erreicht. Gegen die TG zrE Schwelm (Samstag, 15 Uhr in Schwelm) ist mit einer solchen Leistung alles möglich.
Die ganze Liga ist an Spannung nicht zu überbieten. Jeder kann jeden schlagen. Ein eindeutiger Favorit ist noch nicht auszumachen.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kohn, Magdziarz, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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Landesliga: 5. Spieltag - 13.11.2010 - Herren I
SG FdG Herne - TV Datteln 09 2 - 3 ( 20:25 25:21 25:16 21:25 12:15 )
Bemühten Herren fehlte der letzte Biss
Nach der unerwarteten, aber verdienten, Tiebreak-Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht TV Datteln 09 bleiben die FdG-Herren in der unteren Tabellenregion. Da auch der direkte Konkurrent Lüner SV unerwartet glatt mit 3:0 gegen völlig indisponierte Gelsenkirchener gewann, bleibt es am Tabellenende spannend.
Die beiden Siege zuvor konnten offenbar nicht genügend Sicherheit im eigenen Spiel geben. Fahrig und unkonzentriert agierten anfangs alle Mannschaftsteile, die Fehlerquote war unerklärlich hoch. Auch ein von der Trainerin zu verantwortender Aufstellungsfehler darf keine Entschuldigung dafür sein.
Die zuletzt sichere Annahme schwächelte, so dass Zuspieler Henry Engel seine Schwierigkeiten hatte, das geplante schnelle Spiel aufzuziehen. 12 Fehlaufschläge gegen nur fünf durch die Angabe erzwungene Punkte könnten letztlich die entscheidenden gewesen sein, auch wenn in der Endabrechnung ein Punkt mehr auf dem Herner Konto verbucht wurde. Die Aufschläge übten zu wenig Druck auf den Gegner aus, so dass dieser sein Spiel aufziehen konnte.
Oder war es die fehlende Abstimmung zwischen dem im zweiten Durchgang eingewechselten Zuspieler Stefan Telsemeyer und Mittelangreifer Jan Danisch? Und wenn es schon nicht rund läuft, kommen in entscheidenden Momenten noch aus Herner Sicht unglückliche Schiedsrichterentscheidungen hinzu. Nichts von alledem war letztlich allein entscheidend.
Dennoch erspielten sich die FdG’ler im zweiten und vor allem im dritten Satz spielerische Vorteile. Der Block hatte sich nun auf die gegnerischen Angriffe eingestellt, und Telsemeyer brachte die vorher vermisste Dynamik ins Spiel. Nach dem 25:16 im dritten Durchgang dachten alle in der Halle, der Drops sei gelutscht. Doch auch die Mahnungen in der Satzpause, bis zum Ende durchzuziehen, halfen nichts. Die individuellen Fehler häuften sich. Dattelns Timm Ernst drehte mehr und mehr auf, konnte am Netz und aus dem Hinterfeld schalten und walten wie er wollte. Levenig brachte im vierten Satz Sven Pietsch auf der Außenposition. Letztlich war es der Rückwechsel von Joschi Magdziarz, der dann noch einmal aufdrehte und Punkt um Punkt machte. Die Aufholjagd kam jedoch zu spät. Mit 21:25 ging es in den entscheidenden fünften Durchgang.
Herne legte gut los, wirkte entschlossen, den Sack nun zuzumachen. Aber selbst eine 6:3-Führung im Tiebreak reichte nicht aus.
„Leider hat meine Mannschaft die sich ihnen bietenden Chancen nicht genutzt“, fasste Trainerin Claudia Levenig die Enttäuschung der gesamten Mannschaft zusammen, die insgesamt unter ihren Möglichkeiten geblieben war. Viel zu selten blitzte das spielerische Können auf. Zu selten ließen die Spieler erkennen, dass sie den Ball und den Punkt unbedingt haben wollten.
Mit Marl wartet kommenden Samstag ein anderer Gegner, der Herne sicherlich alles abverlangen wird. Marl fegte den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Grumme glatt mit 3:0 aus der Halle.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Magdziarz, Nedballa, Neges, Pietsch, Runnebaum, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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 Runne und Telse machen es finster | |
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Landesliga: 4. Spieltag - 01.10.2010 - Herren I
TuS Hattingen - SG FdG Herne 2 - 3 ( 29:27 21:25 25:21 20:25 12:15 )
FdG-Herren sind wieder da!
Mit einer über weite Strecken überzeugenden Leistung boten die Herren der FdG Herne einen offenen Schlagabtausch gegen die bis dato punktgleiche TuS Hattingen. Nach fast zwei Stunden siegten die Herner verdient mit 3:2 gegen einen starken Gegner und haben damit den Anschluss ans Tabellenmittelfeld geschafft.
Die Partie zeigte, dass auch der Ausfall von Leistungsträgern kompensiert werden kann. Joschi Magdziarz und Karsten Bauch waren verhindert. Während des Aufwärmens winkte zudem noch Sven Pietsch verletzt ab, der über Außen eine Einsatzchance von Beginn bekommen sollte. Sein zunächst als harmlos erscheinendes Umknicken im Abschlusstraining hatte doch einen geschwollen Fuß zur Folge. Somit rückte Mats Ikemann von der Diagonalposition nach Außen und lieferte dort eine ebenso hervorragende Leistung wie im letzten Spiel. Überraschenderweise konnte Kapitän Michael Runnebaum nach überstandener sechswöchiger Verletzungspause von Anfang an spielen und hielt bis zum Ende durch.
Äußerst positiv bewertet Trainerin Claudia Levenig die Tatsache, dass ihre Mannschaft sich durch Rückstände nicht hat beirren lassen – wie so oft in der vergangenen Saison – und ihr Spiel fast konsequent durchzog. Ging der erste Satz nach fortwährender Führung und zwei eigenen Satzbällen doch noch mit 27:29 verloren, erkämpften sich die FdG’ler immer wieder Vorteile. Im Verlauf des Spiels stellte der Herner Block sich gut auf Hattingens besten und variabelsten Angreifer Matthias Komp ein, dessen Eigenfehler sich im vierten und fünften Durchgang häuften und der am Ende entnervt die dritte Niederlage im Tiebreak hintereinander hinnehmen musste.
Alle fünf Durchgänge waren hart umkämpft, letztlich waren die FdG’ler aber im entscheidenden Moment einfach zwingender. Die Einwechselspieler Stefan Telsemeyer (Zuspiel) und der angeschlagen ins Spiel gegangene André Kluge (Diagonal) fügten sich nahezu nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein und brachten jeweils neuen Schwung ins Team.
Als erwartet wichtiger Spieler findet Mittelblocker Jan Danisch mehr und mehr ins Spiel und sorgt für wichtige Punkte. Insbesondere in den entscheidenden Sätzen vier und fünf lief er zur Hochform auf, punktete in Serie.
In taktischer Hinsicht zeigte sich auch gegen druckvollere Angaben als zuletzt von Lünen die Umstellung in der Annahme als richtig. Libero Matthias Neges war bei seinem ersten Saisoneinsatz nach anfänglichen kleineren Unsicherheiten eine sichere Bank in der Annahme.
„Die Mannschaft ist jetzt soweit, wie ich es zu diesem Zeitpunkt erwartet habe. Wir werden konsequent weiter hart daran arbeiten, um unser Spiel für den Gegner unberechenbar zu machen“, sah Levenig erste Früchte der Umstellungen. Es war klar, dass es eine Saison werden würde, in der nicht abzusehen war, wann sich vor allem der neue Zuspieler Henry Engel und die Angreifer aufeinander abgestimmt haben würden, spielt er doch einen anderen Ball als Stefan Telsemeyer. Das Zusammenspiel klappt immer besser, erste Variationen im Angriff wurden am Samstag gezeigt. Einzig Jugendspieler Oliver Kohn, der zum ersten Mal Landesligaluft schnuppern konnte, kam noch nicht zum Zuge, ist aber aufgrund seiner Trainingsleistungen für die Zukunft eine echte Alternative auf der Mittelposition.
Nun haben die Volleyballer wieder eine kleine Pause, bevor es am 13. November in eigener Halle gegen den Tabellenletzten TV Datteln nur darum gehen kann, sich mit einem dann positiven Punkteverhältnis im Mittelfeld festzusetzen. Die Zeit muss genutzt werden, die am Samstag zu sehr vernachlässigte Diagonalposition mehr ins Spiel zu integrieren. Außerdem gehen die Herren noch immer zu nachlässig mit deutlichen Führungen um, was das Spiel unnötig spannend macht.
Es spielten: Danisch, Engel, Ikemann, Kluge, Nedballa, Neges, Runnebaum, Schwartz, Telsemeyer, Kohn
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Landesliga: 3. Spieltag - 24.10.2010 - Herren I
Lüner SV - SG FdG Herne 0 - 3 ( 19:25 17:25 21:25 )
Jetzt geht's los! Ungefährdeter Sieg gegen Lünen zeigt, was die Herren drauf haben
Lüner SV – SG FdG Herne 0:3 (19:25, 17:25, 21:25)
Mit einem deutlichen 3:0-Sieg gegen den weiterhin sieglosen Lüner SV ist der Knoten bei den Herren der FdG Herne im dritten Spiel endlich geplatzt. Gegen eine geschlossene Mannschaftsleistung hatte der Gastgeber kaum Chancen, sich entscheidend durchzusetzen. „Das Team hat eine 180-Grad-Wendung zum vorherigen Spiel vollzogen“, war Coach Claudia Levenig sichtlich erleichtert, dass ihre Jungs langsam ihren wahren Leistungsstand zeigen.
Nach nur 59 Minuten hatten die Herner sich in einer guten Partie gegen die neu formierten und daher noch wenig eingespielten Lüner durchgesetzt. Die kurzfristig vorgenommene Umstellung der Annahmetaktik ließ diese wesentlich sicherer agieren, wodurch ein schnelleres und variables Spiel möglich wurde. Die immer verlässlichen Außenangreifer Michael Nedballa und Joschi Magdziarz bekamen dieses Mal kräftig Unterstützung von beiden Mittelangreifern, Karsten Schug und Jan Danisch. Auf der Diagonalposition wird Mats Ikemann, der im zweiten Satz eingewechselt wurde, langsam mehr als eine echte Alternative. Sein konstant erfolgreich gestellter Block verhalf vor allem im dritten Satz, als Lünen noch einmal gefährlich aufkam, zum letztlich niemals gefährdeten Sieg.
Levenig nahm im gesamten Spiel nur zwei Auszeiten. So etwas hatte es lange nicht gegeben. Lediglich im dritten Satz wurde es kurzzeitig etwas brenzlig, nachdem Herne eine 7:2-Führung verspielte und es plötzlich 7:7 und 10:11 stand. Doch dieses Mal war zu jedem Zeitpunkt des Spiels ein Wille erkennbar, einen klaren Sieg nach Hause zu fahren.
„Das war der passende Gegner zum richtigen Zeitpunkt“, mahnt Levenig dennoch. „Der Gegner war zwar zu schwach, als dass er ein echter Gradmesser war, doch kann die Mannschaft stolz auf sich sein, ihr Spiel durchgezogen zu haben. Gegen Hattingen kommenden Samstag werden wir aber noch zulegen müssen.“
Daher gilt es weiterhin hart zu arbeiten und die gute Stimmung im Team aufrecht zu erhalten. Wenn die FdG nun Konstanz in das grundlegende Volleyballspiel bringen kann und mehr Kombinationsangriffe sitzen, wird es für jeden Gegner schwer.
Glückwunsch, Männer!
FdG: Jan Danisch, Henry Engel, Mats Ikemann, André Kluge, Janus Magdziarz, Michael Nedballa, Matthias Neges, Sven Pietsch, Karsten Schug, Volker Schwartz, Stefan Telsemeyer
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Landesliga: 2. Spieltag - 09.10.2010 - Herren I
DJK Eintracht Datteln - SG FdG Herne 3 - 0 ( 25:20 25:9 25:23 )
Der Fehlstart ist perfekt - Herren weiterhin ohne Satzgewinn
Noch ohne Satzgewinn sind die FdG-Herren nach der zweiten Saisonpleite gegen DJK Eintracht Datteln. Phasenweise präsentierte sich die Mannschaft völlig konfus, altbekannte Annahmeschwächen, die nach dem ersten Spiel der Vergangenheit anzugehören schienen, brachten das Team aus dem Konzept.
Hatte man sich im ersten Durchgang nach dauerndem Rückstand noch einmal herangekämpft, fehlte am Ende die Konzentration. Dabei spielte die FdG gut mit, die Trainingsleistungen wurden weitestgehend umgesetzt. Der Block präsentierte sich wesentlich besser als vor vierzehn Tagen und insbesondere die Außenangreifer Michael Nedballa und Janus Magdziarz sorgten für Punkte.
Doch im zweiten Durchgang stellten die Herner ihre Bemühungen vollends ein. Das Annahmespiel war nicht vorhanden. Ganze vier Angriffspunkte konnte Trainerin Claudia Levenig daher nur auf ihrem Zettel vermerken. Kein einziger Blockpunkt steht zu Buche. Mit 9:25 ging man verdient baden.
In der Satzpause erinnerte Levenig ihre Männer an ihre Stärken – und prompt drehten die Herner auf. Plötzlich kam die Annahme, so dass Zuspieler Henry Engel seine Angreifer variabel einsetzen konnte. Mit Mats Ikemann auf der Diagonalposition wurde der über weite Strecken gute Block noch stärker und konnte die Angriffsbemühungen des Gegners unterbinden. Datteln hatte zunächst nicht viel entgegenzusetzen, da Herne das Spiel machte. Nach und nach baute das Team die Führung aus. Neben den Außen konnte sich nun auch Mittelblocker Karsten Schug mehr und mehr in Szene setzen. Nedballa sorgte mit einer Aufschlagserie für eine beruhigende 19:11-Führung.
Ein Rätsel bleibt, weshalb der Satz trotz einer 20:12-Führung noch hergeschenkt wurde. Letztlich war es Dattelns Jan Lütkestratkötter, der zunächst mit zwei Schnellangriffen und anschließend mit seinen Angaben den Satz drehte.
„Die Mannschaft lässt sich immer noch zu schnell verunsichern, wenn der Gegner mitspielt. Statt sich auf sich selbst zu konzentrieren, scheinen mir einige Spieler zu schnell das Heft freiwillig aus der Hand zu geben“, sieht Levenig die Probleme weniger im Können.
Nun bleiben wiederum zwei Wochen Zeit, sich auf den nächsten Gegner, Lüner SV, einzustellen. Neben den angesprochen Problemen muss es vor allem gelingen, sowohl die Mannschaftsteile als auch die einzelnen Elemente des Spiels zu einem Ganzen zusammenzufügen.
FdG: Danisch, Engel, Ikemann, Kluge, Magdziarz, Nedballa, Pietsch, Schug, Schwartz, Telsemeyer
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Vorbericht
In eine schwere Saison startet die Erstvertretung der FdG-Herren in der Volleyball-Landesliga. Zwar blieb der alte Kader zusammen und wurde durch Nachwuchsspieler ergänzt, dennoch steht im kommenden Jahr ein Umbruch bevor. Die jungen Spieler rücken nach und machen den etablierten und erfahrenen FdG’lern Dampf.
Die Vorbereitung lief aufgrund von erneutem Verletzungspech und beruflicher Verpflichtungen unrund. Kapitän Michael Runnebaum zog sich in einem Trainingsspiel eine schwere Muskelverletzung zu und fällt erst einmal aus. Ebenfalls in der Vorbereitung kugelte sich Außenangreifer Michael Nedballa ein Fingerendglied aus. Es ist fraglich, ob er zum Auftakt am kommenden Samstag zur Verfügung steht.
Noch in der Rekonvaleszenz befindlich ist Außen Andreas Rupprecht. Er startet frühestens im Oktober wieder mit dem Training.
Nach einem Jahr Auszeit kehrt Mittelblocker Jan Danisch als echte Verstärkung in die Mannschaft zurück. In den Kader fest integriert sind nun auch die Jugendspieler Henry Engel (Zuspiel), Mats Ikemann (Diagonal/Außen) sowie Sven Pietsch (Außen/Mitte). Engel genießt im Zuspiel das Vertrauen von Trainerin Claudia Levenig: „Henry ist für seine 17 Jahre schon sehr weit und wird seinen Weg gehen. Allerdings müssen sich die Angreifer an seine Bälle noch gewöhnen und umgekehrt.“ Ihm zur Seite steht nach wie vor Stefan Telsemeyer als zweiter Zuspieler.
Der Kader: Jan Danisch, Henry Engel, Christoph Heller, Mats Ikemann, André Kluge, Janus Magdziarz, Michael Nedballa, Matthias Neges, Sven Pietsch, Michael Runnebaum, Andreas Rupprecht, Karsten Schug, Volker Schwartz, Stefan Telsemeyer.
Los geht es am Samstag mit einem Heimspiel gegen den Lokalrivalen SVE Grumme, der sich ebenfalls neu formiert hat. Anpfiff in der Halle der Realschule Sodingen ist um 14.30 Uhr.
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